Der jüngste GSA-Report meldet erstmals mehr als 400 erfasste Devices (Bild: GSA)

Der September-Report der GSA listet inzwischen über 400 5G-Devices auf. Das sind deutlich mehr als am Anfang des Jahres – doch in der Mehrheit der Fälle gibt es diese noch nicht zukaufen. Schlecht sieht es auch für industrielle Anwender aus: 5G-Module für Router und Steuerungen sind nach wie vor dünn gesät.

Die Zahl der verfügbaren 5G-Devices gewinnt spürbar an Fahrt. (Bild: GSA)

Die Zahl der verfügbaren 5G-Devices gewinnt spürbar an Fahrt. (Bild: GSA)

Die Global Mobile Suppliers Association (GSA) meldet einen neuen Rekord: Erstmals hat die Zahl der vorgestellten 5G-Geräte die 400er-Marke überschritten. Laut 5G Decive Ecosystem Report sind von den 401 erfassten Devices 190 in Stückzahlen erhältlich, 211 sind bislang nur angekündigt.

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Starkes Smartphone- und Consumer-Segment

Fast die Hälfte der gemeldeten Geräte machen Smartphones aus. Hier sind 181 Modelle erfasst, davon sind 138 bereits auf dem Markt. Hinzu kommen sechs 5G-fähige Tablets. 100 Geräte entfallen auf die Kategorie CPE (Customer Premises Equipment), die vor allem Modems, Gateways und Router für In- und Outdoor-Anwendungen umfasst. Insbesondere FWA-Devices (Fixed Wireless Access), also Stand-Alone-Modems für den drahtlosen 5G-Datenempfang zuhause oder im Büro, stehen bei den Anbietern im Fokus. In Deutschland erhältlich sind unter anderem Router von HMS, Phoenix Contact, Sierra Wireless und Ursalink.

Zumindest angekündigt sind bereits etliche Kommunikationsmodule. Doch den Hauptteil der 5g-fähigen Devices entfällt auf Smartphones. (Bild: GSA)

Zumindest angekündigt sind bereits etliche Kommunikationsmodule. Doch den Hauptteil der 5G-fähigen Devices entfällt auf Smartphones. (Bild: GSA)

Industrie muss warten

Die auch für die Industrie relevanten Module und Erweiterungskarten, mit denen sich beispielsweise Maschinen, Steuerungen und selbst entwickelte Router ausstatten lassen, haben ebenfalls einen Zuwachs zu verzeichnen. 64 Modelle hat die GSA in ihrer Datenbank erfasst – doch diese Vielfalt ist bislang nur virtuell. Denn im Verkauf finden sich weltweit bislang erst 11. Nach Recherchen von fuenf-G.de sind hierzulande unter anderem Angebote von Advantech, Fibocom, Quectel, Sierra Wireless, Sunsea AIoT (Simcom, Longsung), Telit und Thales zu finden.

Was bei Herstellern und Distributoren gelistet wird, ist aber nicht unbedingt verfügbar. Lange Wartezeiten, von wenigen Wochen bis mehrere Monate, sind keine Seltenheit. Es lohnt sich aber in der Regel, nach Testmustern oder Entwickler-Kits zu fragen, um mit der Entwicklung starten zu können. Auffällig ist auch: das schmale Angebot nimmt offensichtlich den Druck aus dem Preiswettbewerb.

Band n78 – dies entspricht dem Frequenzband bei 3,6 GHz – wird am häufigsten unterstützt. (Bild: GSA)

Band n78 – dies entspricht dem Frequenzband bei 3,6 GHz – wird am häufigsten unterstützt. (Bild: GSA)

Nebel um unterstützte Frequenzen lichten sich

Wie die GSA angibt, sind nicht für alle angekündigten Geräte die technischen Spezifikationen bekannt. Die Lage verbessert sich jedoch mit der zunehmenden Zahl der Geräte, die auch tatsächlich auf dem Markt erhältlich sind. So können nun beispielsweise die unterstützten Frequenzen besser eingeschätzt werden.

Inzwischen hat die GSA für 83 Prozent der Geräte konkrete Informationen zu den verwendeten Bändern. Erstmals sind mehr als 300 Geräte für den Sub-6-Ghz-Bereich registriert. Rund 16 Prozent der gelisteten Devices kann sowohl das Spektrum unterhalb als auch oberhalb der 6-GHz-Grenze verwenden. Zu den häufigsten unterstützten Bändern zählen n78, n41, n79, n1, n77 und n3. Rund die Hälfte aller Geräte kann das Band n78 (3300-3800 MHz) nutzen. Einen Überblick zu allen 56- und LTE-Bändern finden Sie in unserer Übersicht der Mobilfunk-Bänder und -Frequenzen.

 

 

 

Der monatliche 5G-Devices-Report basiert auf Auswertungen der GSA GAMBoD-Datenbank. Diese steht exklusiv den GSA-Mitgliedern sowie assoziierten Partnern zur Verfügung. Unternehmen, Behörden und Forschungsstellen können sich bei der GSA anmelden, um Zugriff zu erhalten.