110.000 Personen werden zum Mobile World Congress 2020 erwartet (Bild: GSMA)

Der Mobile World Congress hat dieses Jahr kurzfristig mehrere Messeteilnehmer verloren. Um Absagen von Ausstellern und Besuchern angesichts der Coronavirus-Epidemie entgegenzutreten, hat der Veranstalter umfangreiche Vorsorgemaßnahmen in Kraft gesetzt.

Zunächst hatte das koreanische Unternehmen LG  angekündigt, nicht am MWC2020 teilzunehmen, kurz danach folgte Ericsson. Weitere Aussteller würden aktuell noch über ähnliche Schritte nachdenken, räumt der Veranstalter GSMA in einer jüngst veröffentlichten Stellungnahme ein. Inzwischen hat sich der Countdown des Mobile World Congress 2020 fortgesetzt.

„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Aussteller, Teilnehmer und Mitarbeiter sind von größter Bedeutung“, heißt es in der Erklärung. Gemeinsam mit Gesundheitsbehörden hat der Veranstalter ein Paket an Sicherheitsmaßnahmen vorgestellt, damit die Messe, auf der 110.000 Kommunikationsexperten aus aller Welt zusammenkommen, nicht zum Umschlagplatz des gefürchteten Erregers werde:

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  • Reisenden aus der Provinz Hubei wird der Zugang zu der Veranstaltung verwehrt.
  • Alle Reisenden, die sich in China aufgehalten haben, müssen nachweisen, dass ihr China-Aufenthalt mehr als 14 Tage zurückliegt.
  • Es werden Temperatur-Screenings durchgeführt.
  • Die Teilnehmer müssen bestätigen, nicht mit Infizierten in Kontakt gekommen zu sein.

Besuchern und Ausstellern rät der Veranstalter zu einer„No-Handshake-Politik“. Darüber hinaus werden vor Ort Reinigung und Desinfektionsmaßnahmen erweitert und die medizinische Unterstützung gegenüber dem vergangenen Jahr verdoppelt. Desinfektionsmaterialien für den öffentlichen Gebrauch werden verfügbar sein und entsprechend beworben. Auch will man Aussteller hinsichtlich Hygienemaßnahmen beraten und den Umgang mit Mikrofonen anpassen, sprich: die Mikros werden regelmäßig ausgetauscht. Vom 12. Bis 29. Februar soll eine medizinische Telefonhotline rund um die Uhr erreichbar sein.

„Wir haben es mit einer sich ständig weiterentwickelnden Situation zu tun, die eine schnelle Anpassungsfähigkeit erfordert“, teilt der Veranstalter mit. So werde die Situation weiter beobachtet und Maßnahmen gegebenenfalls angepasst.

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